Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Praxis-Theorie-Anarchie

Rizoma, das anarchistische Lesecafé im Projekt31 startet mit neuem Elan und ganz viel heißem Kaffee in die kalte Jahreszeit!
Ab Ende diesen Jahres möchten wir uns auf einen Ausflug in die anarchistische Vergangenheit begeben und uns drei wichtigen Denker*innen anarchistischer Theorie zuwenden – nicht staubtrocken, sondern in lockerer, angenehmer Lesecafé-Atmosphäre. Die kurz gehaltenen Vorstellungen der Anarchist*innen und das gemeinsame Lesen ihrer Texte sollen Anregung zu Diskussion geben und für jede*n leicht verständlich sein. Ihr seid herzlich eingeladen zum zu hören, diskutieren und gemeinsam neue Ideen entstehen zu lassen.
Wichtig ist nur, dass es Spaß macht und am Ende der Kuchen alle ist ;-)

Terminänderung!!!

Hallo liebe Leute eine kleine Terminänderung das nächste Lesecafe‘ findet diesmal schon am 05.06.2015 um ca.: 15:30 Uhr satt!!!
Aber ansonst alles wie immer und am Samstag (wer eh nicht schon dort ist) auf nach Garmisch zum Block G7

Ramasuri can t hold us down

Cant´t hold us down

[Der folgende Text stammt aus der ramasuri (magazin für die revolte) März 2015 und soll hier dokumentiert werden]

… a carving for slaughter…

Wir sind wütend. Tief in uns drin, oft im Verborgenen. Nur manchmal bricht die Wut hervor. Wir sind wütend. Über die anhaltenden Geldprobleme, auf den Druck vom Amt, auf den beschissenen Job. Wütend auf den Zwang zur Arbeit. Wütend auf die Ideologie in unseren Köpfen. Wir sind wütend. Auf den Typ, der uns auf der Party den ganzen Abend lang anglotzt. Auf den Freund, der es nicht bemerkt. Auf uns, weil wir denken: „Das bildest du dir nur ein.“ Wütend darauf, dass das die Normalität ist, die wir akzeptieren sollen. Wir sind wütend. Auf den Chef, den wir nicht haben wollen, der uns wie Scheiße behandelt. Wir sind wütend darauf, uns klein und schwach zu fühlen, weil wir es so gelernt haben. Wir sind wütend auf Horden von Hooligans und andere Männerbünde. Weil wir uns gezwungen sehen, uns mit ihnen zu beschäftigen, obwohl wir soviel Besseres zu tun haben. Weil sie Ausdruck des patriarchalen, rassistischen Drecks sind, den wir nicht mehr ertragen wollen. Wir sind wütend. Auf die Missverständnisse zwischen uns und unseren Freunden. Wütend auf die Gräben und wütend über die Schluchten. Wir sind wütend darüber, uns so weh zu tun. Wir sind wütend auf die, die nichts tun, um die Schluchten kleiner zu machen, weil sie sich auf der sicheren Seite wähnen. Wir sind wütend. Auf die Frau, die sich im Bus nicht neben eine von uns setzt, weil diese bestimmt Ebola habe. Wir sind wütend auf das, was im Kopf dieser Frau los ist. Wütend darauf, wie beschossen normal dieser Rassismus ist. Wir sind wütend. Über und auf die Kriege, die Gefängnisse, die Menschen. Wütend über und auf unzählige Dinge. Wir sind wütend. Auf die anderen und auf uns selbst. Wütend darauf, dass sie sind, wie sie sind und dass wir dazu gebracht werden, so zu sein, wie wir sind. Wir sind wütend auf unsere Sozialisation, in der wir feststecken und auf das, was um uns herum passiert. Wir sind wütend.
(mehr…)

Alles verändern

Dieses Projekt wurde von CrimethInc. – einem internationalen Netzwerk ehrgeiziger Revolutionär_innen – herausgegeben. Der Text entstand in Kooperation mit Gefährt_innen aus fünf Kontinenten. Mehr Infos auf tochangeverything.com Wenn du etwas Beliebiges verändern könntest, was wäre es? Würdest du für den Rest deines Lebens Urlaub machen? Dafür sorgen, dass fossile Brennstoffe aufhören Klimawandel zu verursachen? Dir ethisch vertretbare Banken und Politiker_innen wünschen? Jedenfalls wäre sicherlich nichts unrealistischer, als alles so zu belassen wie es ist, und andere Resultate zu erwarten.

In unseren privaten finanziellen und emotionalen Kämpfen spiegeln sich globale Unruhen und Katastrophen wider. Wir könnten all unsere Zeit darauf verwenden, ein Feuer nach dem anderen zu löschen, aber sie haben alle die selbe Ursache. Stückweise zu reformieren wird nichts in Ordnung bringen: Wir müssen alles, entsprechend einer anderen Logik, überdenken.
 
Um etwas zu verändern, fang überall an.
(mehr…)